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Leitbild Ernährung & Verbraucher

Leitbild und Leitlinien: „Ernährung“ (Auszug)

1. Als SFIV sind wir an allen Auffassungen, Argumenten und Antworten interessiert, die sich „rund um das Fleisch“ in Form von Konsum-, Kauf-, Kult- und Kulturgut und mit ausgewogener, gesunder Ernährung befassen.

2. Wir verstehen Ernährung und Ernährungswirtschaft ebenso wie nachhaltigen Ernährungskonsum so, dass über deren ökologische Qualität, Regionalität, Saisonalität und deren kulturelle Einbettungen die Ernährung selbst eine gesellschaftliche (Wieder-) Inwertsetzung erfährt.

3. Für uns sind Ausführungen, Hinweise und Leitlinien, im Sinne einer „neuen Esskultur im Alltag“ wichtig und hilfreich, die ausgehen von einem Verständnis von Esskultur, bei denen Menschen in Branchen-, Betriebs-, Berufs-, Bildungs- und Beratungszusammenhängen (z. B. im Fachgespräch) als zuständige und ausgewiesene Experten ihres eigenen Alltags ihrer persönlichen Lebensvorstellungen und als ihre eigenen Lebensführungsunternehmer, ernst genommen werden.

Verbraucher und Handwerk - Historie & Herkunft / Kompetenz & Professionalität / Residenz & Region

Ausgangslage und Hintergrundinformation

  • 1. Historie und Herkunft
  • 2. Kompetenz und Professionalität
  • 3. Residenz und Region

zusammen geben heute den Referenzrahmen dafür ab, welche Wertschätzung die Verbraucher einem erstrangigen Vertrauens- und Versorgungshandwerk entgegenbringen.

Alle diese Komponenten selbst werden damit zum geschäfts- und warenbegleitenden Qualitätsmerkmal von

  • 1) Produkten, Prozessen und Projekten
  • 2) Branchen, Betrieben und Berufen und
  • 3) einer damit verbesserten Akzeptanz, Absatzförderung und verbundenen Wertschöpfung.

Das wird man im und für das Fleischerhandwerk u. a. erreichen durch

  • 1) die Thematisierung von
  • a) Nähe, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit
  • b) bei Produktion, Disribution und Konsumtion
  • (Ökologisierung des Handwerks, Profilierung von Fleischer und Fachgeschäft, Professionalisierung der Berufe)
  • 2) die Etablierung seiner Rolle beim
  • a) allgemeinen und weitgehend gleichen Zugang zu gleichwertigen, sichereren und gesunden Lebensmitteln und
  • b) einer ausgewogenen Ernährung
  • (Demokratisierung ausgewogener Ernährung, Kultivierung eines gesunden Essen)
  • 3) die Praktizierung seiner Mitwirkung
  • a) bei der Nahversorgung der Bevölkerung,
  • b) der ernährungswirtschaftlichen Netzwerkbildung, im Zusammenwirken mit geeigneten Erzeugerverbünden und
  • c) im Rahmen integrierter städtischer und ländlicher Entwicklungsprozesse
  • (Regionalisierung der Wertschöpfungs-, Wertschätzungs- und Wertschaffungskette in Wirtschaft, Betrieb und Haushalt).

Begründung und Hintergrundinformation: "Gebt den Konsumenten ihren Produzentenstolz zurück"

Neben Arbeit und Rohstoffen wird zunehmend die Information über Produkte, Produzenten und Produktionsweisen, wird die Informationsproduktion und Informationsdistribution selbst zu einem wesentlich bedeutungs-, rang-, ruf- und geschäftserhaltenden Produktionsfaktor werden.

Waren und Leistungen bekommen ihren realen Wert aus der Qualität der Erfahrungen der Anwender und Verbraucher durch deren Wertschöpfung, Wertschaffung und Wertschätzung als wirklicher Endverbraucher

Der Konsument ist unter Verwendung der von uns angebotenen Beratung, Leistungen und Erzeugnissen immer Ko-Produzent (Mit-Hersteller) und Ko-Kreativer (Mitschöpfer). Nicht mehr vorgefertigte Waren, Güter und Dienstleistungen als Endergebnisse sind die bestimmenden Einheiten der marktvermittelten Produzenten-Konsumenten-Beziehung.

Der Konsument ist in dem Produktions-/ Konsumptions-Prozess immer kreativer und aktiver Teilnehmer am Wirtschaftenskreislauf und Wertschöpfungsprozess. Diese Logik sieht Waren und Leistungen nicht als ein Endergebnis für einen Markt, sondern als einen Wertvorschlag an die Kunden. Waren, Güter und Dienstleistungen sind Nutzungsvorschläge an die Kunden, um gegenseitig Werte zu schaffen, Erfahrungen auszutauschen, Erlebnisse zu verschaffen und Erfolge zu verbuchen. Waren sind nicht „Wert“, Waren werden „Wert“. Sie werden Wert als Medium von und für Know-how, Kapital, Kreativität, Kompetenzen und Qualitäten (Mittler von Wissen, Geld, Gestaltungsvermögen, Mächtigkeiten und Merkmalen).

Produkte werden zukünftig ziemlich exakt auf jene Bedürfnisse und Wünsche von Konsumenten hin produziert und stilisiert werden müssen, die der Bedeutung entsprechen, die eben diese Konsumenten aus ihrer Sicht diesen Produkten beimessen. Erfolgreiche Produkte werden solche sein, die neben ihrem eigentlichen Nutzen noch jener Botschaften transportieren, die die Käufer und Nutzer in Zukunft als Wert und Mehrwert erleben werden für sich als Lebensführungsunternehmer.

Damit wird auf solchen Märkten alles zum Produkt, was sich irgendwie materiell wie immateriell handeln und verhandeln lässt - letztendlich das Unternehmen, die Firma, der Betrieb selbst.

Die Funktion von Produkten wird sich damit immer stärker von ihrem reinen Gebrauchswert weg entwickeln, hin auf ihre Effizienz in der Selbst- und Fremddarstellung, in der Selbstfindung, Selbstbestätigung und Selbstbelohnung.

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